Opera italiana

I PAGLIACCI

Im Jänner 2014 steht in der Staatsoper I Pagliacci von Ruggero Leoncavallo auf dem Programm. Die Oper ist sehr kurz und wird daher meist mit einer weiteren veristischen Oper, Cavalleria rusticana von Pietro Mascagni aufgeführt. Beides sind ausgesprochen sizilianische Stoffe, Cavalleria rusticana spielt eine Rolle im Paten 3

Bei I Pagliacci gibt es eine wunderbare Einleitung, die an die Zuschauer appelliert, die Personen nicht als Puppen zu sehen, sondern ihr Schicksal ernst zu nehmen:

Signore! Signori!… Scusatemi        Werte Herren und Frauen! Verzeiht,
se da sol me presento.                 wenn ich mich selbst vorstelle.
Io sono il Prologo:                        Ich bin der Prolog:

Poiché in iscena ancor                  Der Autor setzt wieder in Szene
le antiche maschere mette l’autore, die antiken Masken
in parte ei vuol riprendere                er will mit ihnen
le vecchie usanze, e a voi                die alten Bräuche wieder aufnehmen
di nuovo inviami.                              und schickt mich zu euch.

Ma non per dirvi come pria:             Aber ich soll euch nicht wie sonst sagen:
«Le lacrime che noi versiam son false! “Die Tränen, die wir vergießen, sind falsch!”
Degli spasimi e de’ nostri martir           Wegen der Seufzer und unserer Schmerzen
non allarmatevi!» No! No:                   beunruhigt euch nicht!” Nein, nein:
L’autore ha cercato                            Der Autor hat versucht
invece pingervi                                   euch einen Einblick in
uno squarcio di vita…                         das wahre Leben auszumalen…

DON GIOVANNI

Sulla mia scrivania ci sono già i biglietti per Carmen per questo agosto a St. Margarethen (purtroppo non è un’opera italiana ;)). Anche se l’anno scorso non siamo stati fortunati con il tempo ricordo volentieri la bella aria di Ottavio…

Dalla sua pace la mia dipende; (von ihrem Frieden hängt der meine ab)
Quel che a lei piace vita mi rende, (was ihr Freude macht, ist für mich lebensspendend)
Quel che le incresce morte mi dà. (was ihr Leid bereitet, tötet mich)
S’ella sospira, sospiro anch’io; (wenn sie seufzt, seufze auch ich)
È mia quell’ira, quel pianto è mio; (dieser Zorn ist der meine, die Tränen sind die meinen)
E non ho bene, s’ella non l’ha. (es gibt für mich kein Glück, wenn sie es nicht hat)

LA BOHÈME

Volevo sempre riservare una parte del menu all’opera italiana, perché so, che anche molti di voi amano l’opera. Nel vecchio blog non sono riuscita a trovare una struttura del menu, che mi piaceva… Appeno ho un po’ di tempo vorrei raccontarvi di La Bohème, che abbiamo visto a Linz.

Ich habe die Szene aus dem Opernfilm ausgesucht, in der die Künstler am Anfang des Stücks im Zimmer Rodolfos sitzen, Schaunard kommt mit etwas Geld daher und alle freuen sich, doch dann kommt der Hausherr und will die Miete kassieren. Rodolfo zeigt ihm das Geld und lädt ihn dann zum Trinken ein. Als der Hausherr betrunken ist, fangen sie an, ihn zu umschmeicheln, wie toll er nicht bei den Frauen ankommt und Benoît, der Hausherr, trinkt gar ein bisschen zu viel und fängt an aufzuschneiden mit seinen Erfahrungen. Plötzlich erwähnt er bei seinen Angebereien seine Frau und da sind die Künstler alle entrüstet – so eine Unmoral, der ist verheiratet und gibt da an mit seinen Frauengeschichten! Sie packen Benoît und schmeißen ihn raus… Hier einige Auszüge daraus:

BENOIT(de fuori): Si può? Gestatten?
MARCELLO: Chi è là? Wer da?
BENOIT: Benoit.
MARCELLO: Il padrone di casa! Der Hausherr! ...
MARCELLO(gli versa del vino): Vuol bere? Wollen Sie was zu trinken?
BENOIT: Grazie.
RODOLFO e COLLINE: Tocchiamo. (tutti bevono. Benoit depone il bicchiere
e si rivolge a Marcello mostrandogli la carta) Stoßen wir an!
BENOIT: Questo è l'ultimo trimestre... Das sind die letzten vier Monate...
MARCELLO (con ingenuità)Ne ho piacere. Das freut mich aber.
BENOIT: E quindi... Und folglich...
SCHAUNARD:(interrompendolo) Ancora un sorso. Noch ein Schluck. ...
MARCELLO (a Benoit, senza, badare ai due)Ha visto? or via resti un
momento in nostra compagnia. Dica: quant'anni ha, caro signor Benoit
Haben Sie gesehen? (er hat Benoît das Geld gezeigt) und jetzt bleiben Sie noch einen Moment in unserer Gesellschaft. Sagen Sie: wie alt sind Sie, lieber Herr Benoît? 
BENOIT: Gli anni ?... Per carità! Wie alt? .... Ach du meine Güte!
RODOLFO: Su e giù la nostra età. Ungefähr unser Alter halt.
BENOIT (protestando): Di più, molto di più. Mehr, viel mehr. ...
MARCELLO (abbassando la voce e con tono di furberia)L'altra sera al
Mabil... Letzten Abend bei Mabil...
BENOIT (Inquieto): Eh ? !... Hää?
MARCELLO: L'hanno colto in peccato d'amore. Hab ich ihn bei einem Stelldichein erwischt BENOIT: Io? Ich?
MARCELLO: Neghi. Leugnest du etwa? ...
COLLINE: Seduttore! (fa lo stesso sull' altra spalla) Du Verführer, du!
MARCELLO: (magnificando) Una quercia!... un cannone! il crin ricciuto,
fulvo. Eine Eiche! ... eine Kannone! das Haupt lockig, rotblond.
RODOLFO: L'uomo ha buon gusto. Der Mann hat Geschmack.
MARCELLO: Ei gongolava arzillo e pettoruto. Und hat, breitschultrig und rüstig, sich amüsiert. BENOIT: (ringalluzzito)Son vecchio, ma robusto. Ich bin zwar alt, aber robust.
MARCELLO: A lui cedea, punta dal dolce assillo, la femminil virtìl. Ihm hat die weibliche Tugend nachgegeben, durchbohrt vom süßen Drängen.
COLLINE, SCHAUNARD, RODOLFO (con gravità ironica): Ei gongolava arzillo
e pettorillo. Und er hat sich, breitschultrig und rüstig, amüsiert.
BENOIT: (in piena confidenza) Timido in gioventù, ora me ne ripago...
È un dolce svago qualche donnetta vispa... allegra... e... un po'...
(accenna a forme accentuate). Non dico una balena o un mappamondo
o un viso tondo da luna piena ma magra, proprio magra, no e poi no.
Le donne magre sono grattacapi e spesso... sopracapi... e son piene
di doglie — per esempio mia moglie... In der Jugend war ich schüchtern, jetzt nutze ich es aus... Es ist eine nette Abwechslung, so ein flinkes Frauchen... fröhlich... und.... ein wenig (er deutet die weiblichen Formen an). Ich sage ja nicht, dass es ein Walfisch sein soll oder ein Globus oder ein Mondgesicht und dabei noch mager, richtig mager, nein und nochmals nein. Die mageren Frauen machen nur Scherereien und oft... wachsen sie dir über den Kopf... und immer haben sie ihre Wehwehchen - zum Beispiel meine Frau (Marcello dà un pugno sulla tavola e si alza; gli altri lo imitano.
Benoit li guarda sbalordito) Marcello haut mit der Faust auf den Tisch und steht auf. Die anderen machen es ihm nach. MARCELLO (terribile): Quest'uomo ha moglie e sconcie voglie nutrisce!  Dieser Mann hat eine Ehefrau und dann redet er von solchen unanständigen Gelüsten! GLI ALTRI: Orror! Horror!
RODOLFO: E ammorba, e appesta la nostra onesta dimora. Er ist verdorben und verpestet unsere ehrliche Unterkunft. GLI ALTRI: Fuor! Raus mit ihm!
SCHAUNARD (maestoso): E la morale offesa che vi scaccia! Es ist die verletzte Moral, die euch hinauswirft!

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